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Interview zur NSCR auf merian.de

Über unsere Nordseeumrundung gibts jetzt ein tolles Interview auf merian.de zu lesen!

http://www.merian.de/magazin/europa-radtour-north-sea-cycle-route.html

North Sea Cycle Route – Nordseeküstenradweg

Unsere Veloreise um die Nordsee war eine unbeschreibliche Zeit. Viele spannende Begegnungen, sportliche Herausforderungen und atemberaubende Landschaften prägten unsere dreimonatige Reise auf dem Fahrrad. Unsere Blogeinträge werden uns so manche tolle Erlebnisse in Erinnerung behalten. Damit sie nicht irgendwann im Web “untertauchen” haben wir die Blogtexte zusammengetragen und zusammen mit vielen Fotos in einem Buch verewigt. Die Texte könnt ihr nun auch im PDF Format herunterladen und sie gemütlich auf dem Laptop, iPad oder ausgedruckt auf der Couch lesen. Viel Spass!

Blogeinträge als PDF

Online könnt ihr euch, wie das bei Blogs üblich ist, von “hinten nach vorne” durchlesen. North Sea Cycle Route Blog online lesen. (Diese Seite wird nach dem Klick wieder zuoberst sein, einfach nach unten scrollen)

Alle Blogtexte könnt ihr auch als PDF herunterladen. Tipp für die Drucker: Am lesefreundlichsten druckt ihr die A5-Seiten als Broschüre aus. Dann könnt ihr euer “eigenes” North Sea Cycle Route – Blogtextebuch drucken.


Blogtexte NORTH SEA CYCLE ROUTE 2011 von Bettina Zanolari und Andreas Rohrer herunterladen

Fotogalerien

Tolle Impressionen haben wir auch mit der Kamera eingefangen!

Artaro.ch Fotogalerien:
Viele weitere Fotos der Nordsee-Radtour könnt ihr auf www.artaro.ch ansehen!

Fotogalerien auf dem frischluft Blog:

Impressionen I – Von Amsterdam nach Hamburg

Impressionen II – Von Hamburg via Dänemark nach Varberg S

Impressionen III – Von Varberg S nach Vanse N

Impressionen IV – Von Vanse N nach Bergen N

Impressionen V – Von Shetland und Orkney bis Edinburgh

Impressionen VI – Von Edinburgh bis Amsterdam

 

Die Artaro.ch Fotogalerie der North Sea Cycle Route ist online!

Noch mehr Bilder zu jedem Land unserer Veloreise um die Nordsee findet ihr auf meiner Fotowebseite www.artaro.ch!

Packliste der North Sea Cycle Route

Für alle die auch eine längere Velotour in der nördliche Hemisphäre planen, hilft vielleicht unsere Packliste weiter (Download: Packliste North Sea Cycle Route). Wir haben das Gepäck aufgeteilt (A=Andreas, B=Bettina). Fürs bepacken der Radtaschen hat jeder seine eigenen Vorlieben. Ganz kurz zu unserer Einteilung:

Taschen Bettina:

  • Vorne links: Küche
  • Vorne rechts: Esswaren
  • Hinten links: Schlafsachen und einige Kleider
  • Hinten rechts: Kleider (+ Reserveplatz für Esswaren)

Taschen Andreas:

  • Vorne links: Diverses (Karten, Elektronik, Flickzeug, Apotheke, etc.) + Esswaren
  • Vorne rechts: Zelt
  • Hinten links: Schlafsachen und einige Kleider
  • Hinten rechts: Kleider (+ Reserveplatz für Esswaren)

Unsere Packliste könnt ihr als PDF downlaoden:

Packliste North Sea Cycle Route (PDF)

 

Zurück in der Schweiz!

Nach 96 Tagen auf dem Rad sind wir gesund und munter zu Hause angekommen und blicken auf eine wunderbare Zeit mit vielen Erlebnissen und Eindrücken zurück.

Teil 3: In getrauter Zweisamkeit von Namur nach Hause

Sa 11.6.   Namur  -  Ave-et-Auffe

Gabriel, ausgeruht und gestärkt von den Pausentagen, und Katrin, nach ihrem Praktikumsabschluss voller Vorfreude auf die Ferien, sind um 9 Uhr morgens bereit für die gemeinsame Veloreise zurück in die Schweiz.

Wir lassen Namur hinter uns und folgen schönen Fahrradwegen entlang der “Meuse”. Gepflasterte Abschnitte schütteln uns und unsere bepackten Velos durch. Sonne und Regen wechseln sich ab. Um halb vier erreichen wir den gemütlichen Zeltplatz in Ave-et-Auffe. In der camping-eigenen épicerie können wir die allerwichtigsten Lebensmittel einkaufen. Gabriel fährt ohne Gepäck noch ins 5 km entfernte Han-sur-Lesse, um weitere Lebensmittel für Sonntag zu besorgen.

Znacht: Pasta mit Ratatouille aus der Konserve

60 km, 4:15 h, aufwärts 770 m

So 12.6.   Ave-et-Auffe  -  Bouillon

Wir fahren durch schöne, abwechslungsreiche und hügelige Landschaften der Ardennen. Im charmanten Bücherdorf Redu machen wir eine Vormittagspause mit Reiswaffeln und Guetzli.

Zmittag (Brot, Aufschnitt und Frischkäse) essen wir im Dorfpärkli von Paliseul. Bei Bouillon hat es 2 Zeltplätze. Wir ziehen den am Fluss gelegenen Camping demjenigen auf einem 100 Meter hohen Hügel vor und sind bereits um 15 Uhr an unserem Ziel.

50 km, aufwärts 820 m

Mo 13.6.   Bouillon – Esch sur Alzette

Wir fragen uns warum an einem Montagmorgen die Strassen so verlassen sind, bis uns einfällt, dass heute Pfingstmontag ist. Trotz Nieselregen geniessen wir die Ruhe auf der Strasse und lassen lange Waldabschnitte hinter uns. Bei Kilometer 26 wärmen wir uns in der Bäckerei von Florenville bei einer warmen Schoggi und einem Cappuccino auf.

Nicht zum ersten Mal machen wir in einem Bushaltestelle-Wartehäuschen Mittagsrast.

Am Nachmittag um ca. 15 Uhr beschliessen wir noch weitere 45 km bis nach Esch sur Alzette im Land Luxembourg in Angriff zu nehmen. Zum Zeltplatz müssen wir uns nach über 6 Stunden Fahrzeit noch steile 100 Höhenmeter den Hügel hinauf kämpfen. Das Personal ist sehr freundlich und spricht zum ersten Mal deutsch.

Znacht: Lauchrisotto

100 km, 6:50 h, aufwärts 630 m

Di 14.6.   Esch sur Alzette  -  Metz

Den Hügel, welchen wir gestern Abend schweisstreibend erklommen haben fahren wir am kühlen Morgen in rasantem Tempo hinunter. Wir verlassen Luxembourg und kaufen im französischen Thionville schon alles für Zmittag, Znacht, Frühstück und Zwischenmahlzeiten ein. Am frühen Nachmittag erreichen wir Metz, die Hauptstadt der Region Lothringen. Der Zeltplatz liegt gleich neben dem historischen Stadtzentrum.

Wir sind überwältigt von der gigantischen Kathedrale Saint-Étienne.

Auf einem gemütlichen Platz in der Altstadt geniessen wir hausgemachte Glacé und schreiben Postkarten.

Znacht: Fajitas

63 km, aufwärts 420 m

Mi 15.6.   Metz – Langatte

Nach einem verkehrsreichen Start durch die Stadt folgen wir verlassenen Nebenstrassen, umgeben von sanften Hügeln, Kornfeldern und Bäumen.

Im herzig kleinen Dorf Lingrezing bietet uns ein Zimmermann etwas zu trinken an. Sehr gerne lassen wir unsere fast leeren Wasserflaschen füllen. Er unterbricht seine Arbeit, füllt unsere Flaschen. Während wir uns bei einem Pfefferminzstrauch im Garten bedienen dürfen pflückt er für uns eine grosse Hand voll Cassis- und Johannisbeeren. Am Kirschbaum nebenan, er gehört der Gemeinde, dürfen wir uns einfach bedienen. Um die schwarz-reifen Früchte zu erreichen erklettert Gabriel den Baum.

Er bietet uns sogar an, ihm Haus bei ihm und seiner Frau im Nachbardorf zu übernachten, falls wir nicht mehr weiter fahren wollen. Dankbar und ermuntert ziehen wir weiter.

Das Wetter ist ein wenig schwül, aber sonst super zum Velofahren: abwechselnd Bewölkung und Sonne und meist leichten Rückenwind. Sehr müde erreichen wir nach 17 Uhr den touristischen Camping an einem kleinen See bei Langatte. Wir nutzen die Chance und erfrischen uns im kühlen Nass: Das erste Mal Baden auf der ganzen Veloreise.

Znacht: Reis-Linsen-Gemisch mit Peperoni, Zucchini und Grana Padano.

90 km, 5:20 h, aufwärts 850 m

Do 16.6.   Langatte  -  Col de Valsberg (652 m) – Wasselonne

In der Dorfbäckerei von Langatte kaufen wir Croissants du chocolat, die wir gleich essen, und Brot für den Mittag. Während wir durch Sarrebourg fahren regnet es. Vor uns erstrecken sich die Vogesen, die es vor der Rheinebene und Strasbourg noch zu überwinden gilt. Der Col de Valsberg liegt im mittleren bis nördlichen Teil der Vogesen unweit des touristisch bekannten Ortes Dabo. Interessanterweise befindet sich der Hochpunkt exakt auf der Departmentsgrenze von Lothringen und dem Elsass. Nach einer schön langen Abfahrt stellen wir unser Zelt auf dem Camping in Wasselonne auf.

Weil es regnet kochen wir den Znacht im Aufenthaltsraum des Zeltplatzes und essen wieder einmal an einem richtigen Tisch.

Schon um 20 Uhr liegen wir frisch geduscht in unseren Schlafsäcken.

53 km, 3:40 h, aufwärts 760 m

Fr 17.6.   Wasselonne  -  Strasbourg

Durch schöne Feldlandschaften des Elsasses und mit leichtem Rückenwind nähern wir uns Strasbourg. In einer kleinen Dorfbäckerei gönnen wir uns ein pain-au-chocolat, das wir anschliessend neben einem blühenden Mohnfeld geniessen.

Es ist noch Vormittag als wir den Zeltplatz zwei Kilometer vor dem Stadtzentrum von Strasbourg erreichen. Den Nachmittag verbringen wir in der schönen Europastadt: Flanieren, Schifffahrt auf der Ill, Glacé der belgischen Confiserie “Galler” und ein sehr nährendes Abendessen unter freiem Himmel im Quartier “la petite france”: Cordon-bleu mit Spätzle und Pilzrahmsauce. Sehr sehr müde, heute mehr vom Stadtbummel als vom Velofahren, kehren wir auf schönen Velowegen zum Camping zurück und gehen früh ins Bett.

31 km, 1:45 h, aufwärts 150 m

Sa 18.6.   Strasbourg  -  Kirnbach

Neue Kraft und erneuter Rückenwind bringen uns innert kürzester Zeit in den Schwarzwald. Bestens ausgeschilderte Radwege erleichtern uns die Orientierung und begleiten uns bis fast zum Zielcamping. Ein gemütlicher und langgezogener Radweg in der Stadt Gengenbach lässt die Laune weiter schwelgen und ermöglicht eine sehr entspannte Weiterfahrt ins Herz des Schwarzwaldes. Bei Ankunft auf dem Campingplatz fallen erste Regentropfen. Weitere suchen uns dann vorallem in der Nacht grosszügig heim.

76 km, 4:45 h, aufwärts 370 m

So 19.6.   Kirnbach  -  Moosenmättle  -  Obernsdorf

Frühmorgens als der Wecker läutet, trommelt es nach wie vor auf unser Zelt, was die Entscheidung weiterzuschlafen erleichtert. Erst ca. um 8.30 Uhr brechen wir unser Zelt ab und begeben uns in den nassen Tagesstart. Immer wieder begleitet uns eher nass während des ganzen Morgens. Nach 400 Höhenmetern und einem Lachanfall kehren wir in einem Gasthof oberhalb von Lauterbach ein und teilen uns ein Mittagsmenu. Der Nachmittag bringt freundlicheres Wetter, immer noch kalten Wind und nochmals 300 Höhenmeter. Um 17 Uhr erreichen wir den Campingplatz bei Obernsdorf (Minigolf & Camping zusammen).

41 km, 3:20 h, aufwärts 820 m

Mo 20.6.   Obernsdorf – Ludwigshafen am Bodensee

Wir haben allen Proviant aufgebraucht, als wir den Minigolf-Camping verlassen. Erst im dritten Dorf finden wir eine Metzgerei, wo wir fürs erste einen Bretzel kaufen. In Schömberg decken wir uns hungrig mit Lebensmitteln ein und essen gleich eine Apfeltasche an den Tischen vor dem Supermarkt. Die Etappe von Tuttlingen bis zum Bodensee mit viel Gefälle ist schön und beflügelt uns. Der Zeltplatz liegt direkt am Bodensee.

Znacht: Vollreis (Kochzeit 60 Minuten!) mit Kefen und Pfifferlingen

88 km

Di 21.6.   Ludwigshafen – Lindau

Ein trockener Morgen erleichtert uns den Tagesstart. Entlang dem Bodensee-Radweg entdecken wir eine uns noch unbekannte Seite des Sees. Den Radweg teilen wir uns nun erstmals mit “zig” anderen Velotouristen, dennoch “fliegen” wir von Ludwigshafen bis nach Friedrichshafen mit fast 20 km/h im Schnitt. Der Nachmittag fällt dementsprechend schwer, stecken doch schon 50 km in unseren Beinen. Nach einem kurzen Aufenthalt zum Einkaufen radeln wir weiter nach Lindau. Dort geniessen wir unter vielen anderen Touristen die Sonne bei einem Glacé. Drei Kilometer weiter Richtung Bregenz beziehen wir unser Campingfeld und kühlen unsere von der Sonne erhitzten Körper im Bodensee. Kochen, Duschen und ein “Radler” trinken beschliessen unseren letzten “ganzen” Velotag.

77 km

Mi 22.6.   Lindau – St. Gallen

Weiter entlang des Bodensee-Radweges “fliegen” wir der schweizerischen Grenze entgegen. Die letzte Steigung zwischen Rorschach und St. Gallen ist schweisstreibend wie keine andere auf unserer Veloreise. Das Wetter ist sehr schwül. Die Vorfreude auf unser Daheim treibt uns vorwärts. Vor dem Mittag sind wir in St. Gallen, dem Endziel der gesamten Veloreise. Beim Neumarkt machen wir einen Einkaufshalt und füllen noch ein letztes Mal unsere Taschen, bevor wir die letzen Meter nach Hause pedalen. Später am Tag zieht ein heftiges Sommergewitter vorbei. Zum Glück sitzen wir schon im Trocknen.

43 km

Zurückgelegte Distanzen:

Schottland – Schweiz     2560 km          35 Tage

Glasgow – Namur              1790 km          23 Tage

Namur – St. Gallen             770 km          12 Tage

Nächster Halt: Stadtsteinach

Die North Sea Cycle Route haben wir erfolgreich abgeschlossen. Doch wie gehts weiter?

Als wir in Amsterdam an dem Punkt standen, wo wir vor 84 Tagen unsere Nordseeumradelung gestartet haben, hatten wir gemischte Gefühle. Einerseits waren wir froh, alles ohne grosse Probleme geschafft zu haben, aber irgendwie waren wir auch traurig, weil es schon vorbei ist. Letztes Jahr hat es wegen den gesundheitlichen Beschwerden von Andreas lange nicht danach ausgesehen, dass wir überhaupt auf eine Velotour gehen können. Und nun sind wir 5662 Kilometer durch Holland, Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, via die Shetland und Orkney Inseln bis nach Schottland und England gefahren. Wir haben ziemlich alle Wetterlagen gemeistert, ob Regen, Hagel, Schnee, starke Winde oder der tolle Sonnenschein. Unsere Tagestemperaturen haben sich zwischen 0 und 35*C bewegt. Ja, die Nordsee hat das Wetter stark beeinflusst!

In jedem der bereisten Länder haben wir sehr viel erlebt. Wir haben viele tolle Menschen kennen gelernt, viele atemberaubende Orte gesehen und unvergessliche Momente genossen.

Weil wir noch Zeit und Lust haben, bleiben wir in den nächsten 10-12 Tagen auf dem Sattel und fahren ca. 800 – 900 Kilometer via Münster und Kassel bis nach Stadtsteinach zur Oma von Andreas. Dort werden wir einige Tage verweilen und anschliessend zurück in die Schweiz reisen. Wie? Das lassen wir noch offen. Aber ihr könnt mit uns am Wochenende vom 16./17. Juli rechnen. Dann möchten wir wieder zu Hause sein.

Von der weiteren Reise bloggen wir nicht mehr. Wir möchten unser Erlebtes revue passieren lassen und die lange Nordseereise nicht einfach abrupt beenden.

Auch wenn wir nicht sofort in die Schweiz zurück fahren, freuen wir uns extrem auf zu Hause, auf unsere Familien und Freunde und darauf euch wieder zu sehen!

Bis dann! Wir haben euch lieb!
Andreas und Bettina

We did it!

Wir sind zurück in Amsterdam! Nach 5662 Kilometern um die Nordsee stehen wir wieder am Startpunkt beim Bahnhof Amsterdam Centraal.

 

Impressionen VI – Edinburgh bis Amsterdam

Letzter Tag an der Nordsee

Nach der kurzen aber guten Nacht im Kabinenbett, werden wir um 6:30 Uhr (nun wieder mitteleuropäische Zeit) von der Fähren-Wecker-Dame via Durchsage geweckt. Wir nehmen nochmals eine kurze Dusche, essen Frühstück in der Kabine und sitzen anschliessend in der Lounge. Bei der Einfahrt in den Hafen von Rotterdam sehen wir das riesige Hafenareal. Hoek van Holland liegt am Anfang des Europoorts. Dessen wirkliche Grösse können wir nur erahnen.

Es ist einfach toll in Holland radzufahren! Von den 70 Kilometern bis zum Camping in Zandvoort sind sicher 60 Kilometer verkehrsfrei, geteert und gut beschildert. Am heutigen Tag begegnen wir garantiert mehr aktiven Velofahrern als während dem ganzen Grossbritannien-Monat. Um 13:30 haben wir schon die geplaneten 70 Kilometer und wir freuen uns auf einen freien Nachmittag.

Der Campingplatz ist dann aber eine herbe Enttäuschung! 22€ für fast nichts! Jedes Extra muss seperat bezahlt werden, das Zeltareal ist mehr Sandboden als Wiese und Bäume die Schatten spenden suchen wir auch vergeblich. Leider hat sich dieser Camping völlig dem Massentourismusklientel angepasst. Er hat es scheinbar nicht nötig durch Qualität aufzufallen. Für die biertrinkenden-laute-musikhörenden-vor-dem-Zelt-Lümmelnden reicht scheinbar dieses Angebot… Wir schütteln nur den Kopf. Naja, bis nach Amsterdam wo der nächste Camping auf unserem Weg liegt, möchten wir auch nicht fahren.

So bleiben wir, waschen einige Dinge von Hand aus (Waschmaschinen kosten hier 7.50€!!) und stellen das noch britisch-nasse Zelt auf. Es trocknet sehr schnell, denn die Sonne ist sommerlich warm.

Eigentlich wollten wir noch einmal in der Nordsee baden, aber das Wasser ist uns einfach zu kalt. Nach einem Spaziergang am von Touristen überfüllten Strand und durch das Restaurant-Quartier entscheiden wir uns für einen Italiener und laufen zurück zum Camping. Im Zelt geniessen wir es nichts zu tun und schlafen ein bisschen im Schatten. Nach der Dusche gehen wir zur Feier von unserem letzten NSCR-Abend ins Restaurant und essen zwei sehr köstliche Pizzen und ein Eis.

Als wir zurück auf dem Campingplatz sind, kommen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Laura, Steffi, Jan, Jan, Mike und Marvin haben ihr Abitur abgeschlossen und geniessen jetzt einige freie Tage am Meer. Wir plaudern in den Abend hinein als andere deutsche Abiturabsolventinnen unsere neuen Freunde im Flunkyball herausfordern. Sie seien seit der ganzen letzten Woche ungeschlagen. Wir lassen uns die Spielregeln erklären und sind gespannt. Es geht ungefähr so: Zwei Gruppen spielen gegeneinander, sie stehen sich gegenüber in je einer Linie, jede Person hat eine volle Bierflasche vor sich stehen, in der Mitte steht eine Pet-Flasche mit wenig Wasser, abwechslungsweise wird ein Ball auf die Flasche in der Mitte geworfen, fällt die um, trinkt die Werfergruppe möglichst schnell aus der Bierflasche, bis die andere Gruppe den Ball wieder hat und die Flasche aufgestellt ist. Es gewinnt die Gruppe die zuerst alle Bierflaschen leergetrunken hat… Es war lustig… Um 0:40 Uhr legen wir uns schlafen.

 

27.6.11 – 68km, 3:35h, ^ 221m, 18-24*C, W

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